Hochbegabung oder ADHS

Etwa 2% der Bevölkerung erhält die Diagnose Hochbegabung. Dabei ist die Bezeichnung "Diagnose" nicht ganz richtig, da Hochbegabung keine "Störung mit Krankheitswert" darstellt.

Etwa 5% der Kinder weltweit (in Deutschland sogar bis zu 15%) erhalten die Diagnose ADHS bzw. ADS. Dies ist durchaus eine "Störung mit Krankheitswert". Leider trägt dazu auch unser Gesundheitssystem bei. Der Arzt oder Psychologe, der kassenzugelassen arbeitet, kann oft nicht die Zeit für seine Untersuchung aufwenden, die er aufwenden müsste, um eine gesicherte Diagnose zu stellen. Oft bleiben dafür nur 30 min Zeit, während eine fundierte diagnostische Untersuchung 4-5 Stunden benötigt.

Die Symptome einer Hochbegabung mit Unterforderung können leicht mit den Symptomen einer ADHS oder ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Störung mit oder ohne Hyperaktivität) verwechselt werden. Hochbegabung ist jedoch keine ADHS oder ADS.

Aktuelle Studien zeigen, dass bis zu 80% der Diagnosen einer ADHS bzw. ADS nicht zutreffend sind bzw. nicht bestätigt werden können. Dabei werden häufig die Symptome von Hochbegabung bei Unterforderung mit den Symptomen einer ADHS bzw. ADS wie z. B. erhöhte Ablenkbarkeit, Konzentrationsschwäche, Zappeligkeit oder Aggressivität verwechselt.

Wenn tatsächlich eine ADS oder ADHS vorliegt und alle anderen Möglichkeiten keinen Erfolg gezeigt haben, dann kann eine Medikation mit Methylphenidat (Ritalin, Medikinet etc) sehr hilfreich für die Betroffenen sein. Liegt jedoch keine ADS oder ADHS vor, sondern eine Hochbegabung mit ähnlichen Symptomen, so ist eine Medikation fatal! Man kann dies vergleichen mit der Wirksamkeit eines Medikaments gegen Krebs, das wahrlich ein Segen ist, wenn es richtig angewendet wird. Nimmt ein Mensch diese Medikamente ein, obwohl er keine Krebserkrankung hat, dann wird er zeitnah unangenehme Nebenwirkungen haben. Daher ist es so wichtig, genau herauszufinden, worum es sich bei der geschilderten Symptomatik (motorische Unruhe, Ablenkbarkeit, Konzentrationsschwankungen, Aggressivität, Unorganisiertheit etc) des Kindes handelt.

Dr. Karin Joder in Kiel, Norddeutschland, hat sich darauf spezialisiert, den Unterschied zwischen Hochbegabung und ADHS bzw. ADS durch eine fundierte diagnostische Abklärung herauszufinden. Dafür nimmt sie sich die Zeit, die benötigt wird, um eine sichere Diagnose zu stellen und Eltern umfassend zu beraten.

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