FAQ

Was muss bei einer Dyskalkulie geklärt werden?

Wenn die Rechenleistungen eines Kindes/Jugendlichen deutlich unterhalb des aufgrund der allgemeinen Intelligenz zu erwartenden schulischen Niveaus liegen, könnte das an einer Teilleistungsstörung in Form einer Dyskalkulie (Rechenschwäche, nach ICD 10 F 81.2) liegen. Für eine Teilleistungsstörung kann der Mensch nichts, und sie sagt auch erst einmal nichts über die Ausprägung der Intelligenz dieses Menschen aus. Im Falle einer Dyskalkulie sollte im Rahmen eines Nachteilsausgleichs die Leistungsbewertung im Fach Mathematik für das Rechnen ausgesetzt oder zumindest positiver beurteilt werden, damit das Kind/der Jugendliche durch diese Teilleistungsstörung nicht unnötig benachteiligt wird.

Um herauszufinden, ob eine Dyskalkulie vorliegt, bedarf es zum einen der Abklärung der allgemeinen Intelligenz (Grundintelligenz ohne Mathematik) und der entsprechenden Rechenleistungen.

Liegt zwischen mindestens durchschnittlicher Grundintelligenz und ermittelter Rechenleistung eine deutliche Differenz, so spricht man von einer Dyskalkulie.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass Hochbegabte durch ihre hohen intellektuellen Fähigkeiten eine Dyskalkulie oft lange kompensieren können, d. h. man muss genau hinsehen und genau diagnostizieren, um das Kind/den Jugendlichen richtig einzuschätzen.

Daher ist bei mir die Frage einer Dyskalkulie immer nur in Verbindung mit einer fundierten Hochbegabungsdiagnostik möglich, verbunden mit einem aussagekräftigen psychologischen Gutachten.

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Dr. Karin Joder
Psychotherapeutische Privatpraxis

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